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Allen Freunden der landsberger bühne
eine schöne Zeit

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Der Datenschutz nach der Datenschutzgrundverordnung

Der Verein landsberger bühne e.V. nimmt den Schutz personenbezogener Daten seiner Mitglieder und seiner Partner ernst; er hat durch technische und organisatorische Maßnahmen sichergestellt, dass die gesetzlichen Vorschriften über den Datenschutz sowohl von ihm als auch von externen Dienstleistern beachtet und eingehalten werden. Die Beachtung dieser Verpflichtung wird vom Verein regelmäßig kontrolliert.

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Frau Müller muss weg

Im Rahmen der aktuellen Inszenierung der landsberger bühne e.V. wurden im Anschluß an die Vorstellung am vergangenen Samstag, an 3 langjährige Mitglieder des Vereins die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die Ehrung und Laudatio hatte dankenswerterweise Herr Staatsminister a.D. und Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel übernommen, der nach eigenem Bekunden bereits seit 1978 treuer Besucher der Inszenierungen der landsberger bühne e.V. ist.

Geehrt wurden

Frau Franziska Dietrich

Sie hat 50 jähriges Bühnenjubiläum und spielte erstmalig zum Ruethenfest 1968 im Stück “Christine von Schweden” An 70 Produktionen war sie beteiligt, davon 13 Mal als Regisseurin – sie selbst geht von 10 Regien aus – die Differenz ist unklar :-) Die vielleicht eindrücklichsten Rollen waren die in Molierès “Scapin” (1995) und als Claire Zachanassian in Dürremmatts „Der Besuch der alten Dame” (2009) An ihre Wandlungsfähigkeit erinnert ein Foto das sie als Waldwesen im „ Bairischen Hiasl“ zeigt und das sie überreicht bekam.

Frau Barbara Mohrenweis 

Sie ist Mitglied und spielt seit Mai 1971. Insgesamt 62 Mal stand sie auf der Bühne, zuletzt 2014 zum 50-jährigen Jubiläum der Landsberger Bühne in dem Erfolgsstück “Im Weißen Rössl” von Ralph Benatzky. Auffallend ist, das sie in den späten Jahren ihrer Bühnenkarriere sehr eindrückliche Charakterrollen spielte:
1999 die Mutter in „Magdalena“ von Ludwig Thoma und 2010 die Maude in „ Harold&Maude“ von Collin Higgins – übrigens unter der Regie von Franziska Dietrich. Von dieser Rolle bekam sie am Samstag neben der Ehrenurkunde ein ihr bis dahin unbekanntes Bild. Ihren Bühnekollegen bleibt sie zudem in Erinnerung durch ihre Schlagfertigkeit: in einem der damaligen Kostümstücke anlässlich des Ruethenfestes verpasste sie ihrem Schauspielerkollegen Helmut Schmitt (ebenfalls Ehrenmitglied) im Spiel eine Watsch’n, dass die Schminke staubte. Der Augenblick wurde fotografisch festgehalten und sorgt bis heute für Heiterkeit.

Herr Sepp Wörsching 

Er ist Gründungsmitglied der landsberger bühne und feiert dieses Jahr sein 60-jähriges Bühnenjubilläum, weil er schon vor Vereinsgründung beim Ruethenfestspiel aktiv war. Von Januar 1968 bis Mai 1997 war er ohne Unterbrechung in jeder Produktion der landsberger bühne zu sehen! Insgesamt wirkte er in 77 Produktionen mit. Sein erster Einsatz im Verein war im Juli 1963 im Ruethenfeststück “Das Turnier zu Landsberg” . Unter anderem war er unvergessen als Don Quijote in Miguel Cervantes’ gleichnamigen Bühnenstück zu erleben. Bis zur Renovierung des Stadttheaters Anfang der neunziger Jahr hat Sepp Wörsching für die regelmäßigen 10.00 Uhr-Proben am Sonntag bereits einige Stunden vor Probenbeginn – also sehr früh am Morgen die Heizung in Betrieb genommen.
Neben vielen seiner in Erinnerung gebliebenen Rollen war eine für die er am Samstag ein Bild erhielt, die Rolle des Alfred Irl in Dürrenmatts „ Besuch der alten Dame“.

Für alle drei ist die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft jedoch kein Schlußpunkt unter der aktiven Teilnahme am Vereinsleben. Der Verein braucht und schätzt die Erfahrungen gerade dieser drei besonderen und für sich einzigartigen Menschen. Sie ergänzen nun den Kreis der Ehrenmitglieder um Lore Först, Helmut Schmitt und Alfred Vivell und bleiben hoffentlich noch lange Teil einer theaterbeigeisterten Gemeinschaft – der landsberger bühne e.V.

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  Herzlichen Dank an alle Besucher unserer Inszenierung


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Frau Müller muss weg

 

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Herzlichen Glückwunsch, liebe Franzi, zum 50. Bühnenjubiläum


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Seit 50 Jahren steht sie in Landsberg auf der Theaterbühne. Franziska Dietrich leitete auch die Inszenierung für das Januar-Stück der „landsberger bühne“. „Frau Müller muss weg“ hat am 12. Januar Premiere. Dietrich zeigt das Bühnenbild.                                                                                              Foto: Thorsten Jordan


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Landsberg, 05. Januar 2018 13:56 Uhr

Auch Landsberg hat eine Dietrich

Franziska Dietrich schauspielert nicht nur, sie führt auch Regie. Seit 50 Jahren ist sie bei der „landsberger bühne“ aktiv. Von Carina Pielmeier

Es war ein Glücksfall für die Laienspielgruppe „landsberger bühne“, dass es Franziska Dietrich nach der Geburt ihres ersten Kindes ein wenig langweilig war. In ihrem Beruf als Sekretärin in der Musikschule hatte sie pausiert, war viel zu Hause und deshalb hat sie mit der Schauspielerei angefangen. Sie ist bis heute der „landsberger bühne“ treu geblieben und das seit nun 50 Jahren. Ein Umstand, der sie bisweilen selbst überrascht. „Es ist schon witzig, wie schnell die Zeit vergeht“, meint sie.

Beide Rollen haben ihren Reiz

Sie lebt in der Landsberger Altstadt. Betritt man das Haus, sieht man sofort, dass die Dietrichs die Kunst lieben. Viele Antiquitäten, ein prachtvolles rotes Sofa, eine alte Krippe und natürlich viele Bilder ihres Ehemanns Hans, die an den Wänden hängen. Er ist Maler und stellte auch lange Jahre die passende Bühnenbilder für die Theateraufführungen her. Ihre erste Rolle hatte Dietrich 1968 in „Christine von Schweden und Landsberg“. Darauf folgten viele weitere Stücke und sie bekam zwei weitere Kinder, Zwillinge. „Da wurde es dann natürlich stressiger.“ Trotzdem hat sie noch für ihre Leidenschaft Zeit gefunden und konnte ihr Aufgabengebiet sogar ausweiten. Zehn Mal stand sie in den vergangenen 50 Jahren bei der „landsberger bühne“ auch auf der anderen Seite und hat Regie geführt. Regie und Schauspiel – für beides schlägt ihr Herz: „Im Schauspiel kann man sich in andere Personen hineinversetzen.“ Als Regisseurin, betont sie, lässt man „Bilder im Kopf“ entstehen. Wenn sie sich entscheiden müsste, würde sie aber das Schauspiel wählen. Natürlich komme es dabei auf die Rolle an. „Regie macht mehr Arbeit“, sagt sie lachend.

Die weiße Mähne ist ihr Markenzeichen

Auch zukünftig will die 76-Jährige weiter auf der Bühne stehen. „Wenn eine vom Alter passende Rolle kommt – warum nicht?“ Schon nach der schwarzen Komödie „Harold und Maude“ vor zehn Jahren hatte Dietrich geplant, mit der Regie aufzuhören, konnte es dann aber doch noch nicht lassen.
Ein Markenzeichen Dietrichs ist ihr weißes Haar. Nicht erst seit einigen Jahren, sondern schon 1992 hat sie aufgehört, die grauen Haare zu färben. „Eine Art Protestaktion. Die Kinder wurden groß, ich hatte zum ersten Mal Regie und viel Arbeit im Beruf, da habe ich gedacht: ’Jetzt mag ich nicht mehr.’“ Damals habe es nur wenige Frauen mit weißen Haaren gegeben, heute sei das ja ‘in‘, erzählt Dietrich.
Nicht nur im Stadttheater, sondern auch an allerlei Orten in Landsberg ist sie schon aufgetreten, zum Beispiel am Mutterturm oder in der Ledergasse. Sie hat Stücke aller möglichen Genres mitinterpretiert und viele Erfahrungen gemacht. „Wir hatten tolle Masken und waren ganz toll geschminkt.“

Die Aufregung vor jeder Aufführung ist ihr auch nach 50 Jahren Bühnenerfahrung geblieben. „Man weiß seinen Text und wo man hin muss. Aber es kann ja sein, dass dem Partner was passiert oder ein Requisit fehlt. Man hängt mit allen zusammen“, erklärt sie. Eine Herausforderung sei es, wenn sie kurzfristig für einen anderen Schauspieler einspringen müsse. Dann sei man manchmal mit dem Vorgänger verglichen worden. Dabei spiele jeder auf seine eigene Weise. Sie sei allerdings „so besessen“, dass sie sich jeder Herausforderung stelle, meint Franziska Dietrich lachend.

In Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“ spielte sie die Hauptrolle

Ein Lieblingsstück hat sie nicht, denn „man hängt an jedem, bei dem man dabei ist“. Ihre eindrucksvollste Rolle war die Hauptrolle in Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“. Das sei ihr besonders in Erinnerung geblieben.
Sie gehe auch gerne schwimmen oder essen, aber Theater ist ihre größte Leidenschaft. „Ich mag alles Kreative – sei es die Malerei von meinem Mann, Kino oder Theater.“ Deshalb sei sie auch ein häufiger Gast im Stadttheater, bei vielen Gastspielen und sehr gerne im Olympia Filmtheater. Bis 2017 war sie nebenbei zehn Jahre lang Leiterin des Seniorentheaters der Landsberger Volkshochschule.
Auch erste Erfahrungen vor der Kamera konnte sie kürzlich sammeln. In einem Werbespot für eine Nachhilfeagentur durfte sie mitspielen. „Film ist ganz anders als Theater. Da konnte ich mal sehen, wie das bei denen so abläuft.“ Mit den Abläufen im Theater ist Dietrich als Regisseurin dagegen gut vertraut. Doch wie geht sie genau vor? In ihrer Freizeit lese sie viele Theaterstücke. „In dem Moment, wo beim Lesen Bilder in meinem Kopf entstehen, weiß ich, dass ich es inszenieren möchte.“ Das Stück schlägt sie dann beim Vorstand vor, bis zur tatsächlichen Umsetzung vergehen aber möglicherweise bis zu zwei Jahre. Wenn es soweit ist, sucht sie die Schauspieler aus und überlegt sich ein Bühnenbild. „Im Kopf muss vor den Proben schon alles fertig sein.“ Das sei besonders beim Bühnenbild gar nicht so einfach, da die Proben meist nicht auf der späteren Bühne stattfinden.

Im neuesten Stück („Frau Müller muss weg“) geht es zum Beispiel um einen Elternabend. Dafür hat sie von eine Landsberger Grundschule alte Stühle und Tische bekommen, um ein Klassenzimmer nachzustellen. Weil eine schwere Erkrankung dazwischenkam, musste Dietrich die Regie für „Frau Müller muss weg“ allerdings schweren Herzens vor Kurzem abgeben. Sie übernahm jetzt Sabine Kittel. Die Premiere am 12. Januar will Dietrich aber unter keinen Umständen verpassen.

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Wir haben einen neuen Vorstand


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bis 2020 leiten nun die Geschicke des Vereins
Sabine Kittel als 1. Vorsitzende (mitte) und 
Sonja Romeike, Mike Bischof, Harald Dollinger, Maren Olbrich v.l.n.r.

Herzlichen Dank an die beiden “Vorruheständler” Rosemarie Vivell und Frank Krauß


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