Es gab in Landsberg schon seit jeher eine lebendige Theatertradition, die auch geschichtlich belegt ist und wohl ursprünglich von den Jesuitenbrüdern stammt, die teilweise 4 Stücke pro Jahr inszenierten. Spielstätte war damals noch der Theatersaal im 4.Stock des Jesuitenkollegs, dem heutigen Neuen Stadtmuseum. Mit dem Umbau des Gebäudes an der Schlossergasse, dem ehemaligen Badehaus Storchenbader, erhielt die Stadt im Jahre 1878 erstmals ein eigenes städtisches Theater. Dies wurde sehr intensiv genutzt und nur in der Zeit des Krieges stand es leer. Nach dem 2. Weltkrieg gründete sich die landsberger bühne gmbh. Diese bestand aus Profischauspielern, vornehmlich aus München, die darauf warteten die zerstörten Theater der Landeshauptstadt wieder benutzen zu können. Vor allem das Ensemble des Theaters am Gärtnerplatz war es, das einige beachtenswerte Produktionen auf die Bühne des Landsberger Stadttheaters brachten und damit sogar auf Tournee gingen. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste die GmbH allerdings recht bald Konkurs anmelden. Zeitgleich waren die Münchner Theater und die Staatsoper wieder bespielbar, sodaß die Weiterführung auf professioneller Ebene im Sande verlief.
Schon damals waren es die Landsberger Bürger, die versuchten den Theaterbetrieb aufrecht zu erhalten. So entand aus einem losen Zusammenschluss Landsberger Bürger eine Gruppe, die einmal im Jahr ein Theaterstück inszenierten, teilweise im Stadttheater, teilweise sogar Freilicht, z.B. den JEDERMANN auf den Stufen der Heiligkreuzkirche im Jahr 1957. Bürger um Peps Pschorr, Curt Simonis und Alfred Vivell stellten dann die Arbeit auf professionellere Füsse und riefen nach der Inszenierung von DIE WITWEN im Dezember 1962 die Landsberger Bürger auf, sich an der Gründung eines Theatervereins zu beteiligen. Die Gründungsversammlung fand dann im März 1963 im damaligen Cafe Aenderl statt. Der Verein gab sich den Namen "Laienspielbühne der Volkshochschule Landsberg am Lech". Auch wenn der Name eine städtische Beteiligung vermuten liess, war der Verein immer eigenständig und alle seine Mitgleider arbeiteten ehrenamtlich. Im Jahr 1996 musste der Verein aus rechtlichen Gründen eingetragen werden und trägt seit dem wieder den alten Namen lansberger bühne, mit dem Zusatz e.V. - als eingetragener Verein. Der Verein besteht, neben Fördermitgliedern, aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die weder eine Bezahlung noch eine finanzielle Aufwandsentschädigung für ihre Arbeit erhalten. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus den Einnahmen des Kartenverkaufs und den Mitgliedsbeiträgen und erhält keine Subventionen oder sonstigen Zuwendungen aus öffentlichen Kassen. Bei Veranstaltungen im Stadttheater Landsberg erhält die landberger bühne, wie jeder andere Verein auch, Unterstützungen aus dem Kuturfond der Stadt, der die abendliche Mietzahlung mindert. Zudem ist die landsberger bühne auf Spenden und Sponsoren angewiesen. Seit vielen Jahren arbeitet der Verein mit dem Autohaus Mercedes Medele & Geyer zusammen. Ohne deren Unterstützung wäre die Herstellung von Plakaten und Programmheften und die kostenlose Abgabe an unsere Zuschauer nicht möglich. Weitere Informationen unter dem Menüpunkt MITGLIEDER.
Im folgenden sehen Sie eine Auflistung unserer Inszenierungen seit der Gründung des Vereins: